flag unesco    Škocjan


Das kleine Dorf Škocjan in der Gemeinde Divača, etwa 30 km südwestlich von Postojna an der Autobahn A1 gelegen, ist bekannt für die wildromantischen Grotten, Höhlen und Katarakte, die der Fluss Reka (slow.: Fluss) in der Nähe des Ortes im Karstgebirge geformt hat. Hier verschwindet der Fluss, der dem 30 km entfernten Snežnik-Gebirge entspringt, im Karstgebirge, um erst nach fast 40 km in der Nähe von Montfalcone bzw. Duino in Italien wieder an die Oberfläche zu treten.

Die Höhlen von Škocjan (Škocjanske Jame) sind seit 1996 Naturschutzgebiet und zählen zum Weltnaturerbe der UNESCO. Der Zugang erfolgt über das Besucherzentrum östlich der Ortschaft.

Škocjanske jame: Aussichtspunkt am Besucherzentrum (1999)
Škocjanske jame: Aussichtspunkt am Besucherzentrum (1999)

Nach dem Abstieg vom Besucherzentrum beginnt die etwa zweistündige Führung an der "Stillen Höhle" (Tiha jama). Durch das sog. "Paradies" mit herrlichen Sinterbildungen gelangt man in den "Großen Saal", in dem mächtige Tropfsteine zu sehen sind.

Der Höhepunkt des Rundgangs ist der "Riesentorklamm" und der "Müllersee": Hier hat der tief unten brodelnde Fluss eine der größten bekannten unterirdischen Canyons geformt. Die Überquerung des Klamms auf der "Hankesbrücke" ist daher gleichermaßen beeindruckend wie beängstigend.

Am Ende der Führung erreicht man die etwa 300 m tiefe und 50 m hohe Tominč-Höhle, die bereits in der Steinzeit als Siedlungsplatz diente. Aus der Schlucht führt ein schmaler Pfad zurück zum Besucherzentrum.

Škocjanske jame: Höhlenausgang (1999)
Škocjanske jame: Höhlenausgang (1999)

Links: Gemeinde Divača, Park Škocjanske Jame.